Auf den ersten Blick eine tolle Idee: Sieben Berliner Studenten gründen das Internet-Portal MeinProf.de, um Studenten eine Möglichkeit zu geben, ihre Dozenten und deren Vorlesungen zu bewerten. Mehr als 25.000 Bewertungen in den ersten drei Monaten des Projekts lassen vermuten, dass MeinProf.de ein tiefes Bedürfnis befriedigt: Eine Bewertung der sonst unantastbaren Professoren. Ähnlich wie im Falle Wikipedia hat "Informations- Demokratisierung" neben großen Vorteilen auch gravierende Schwächen. So zitiert das ZDF kürzlich Prof. Dr.-Ing. Ernst Winkler mit den Worten: ""Das Prinzip widerspricht allen Regeln der Statistik. Da bewerten vier Studenten eine Vorlesung, an der 200 Leute teilnehmen und daraus wird dann eine Note errechnet. Außerdem können Studenten einfach mehrere Stimmen abgeben und so das Ergebnis manipulieren." Die Gründer von MeinProf.de bestätigen diesen Qualitätsmangel, halten ihm jedoch entgegen, dass ein Urteil erst ab 50 oder 100 Bewertungen aussagekräftig wird. Und die wurden bei den meisten Dozenten schnell erreicht.
MeinProf.de
ZDF-Bericht über MeinProf.de
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Mai 28, 2006
MeinProf.de
Mai 18, 2006
Vollkasko-Gesellschaft
"Ich glaube, dass der Staat sich neu definieren muss. Er wird nicht mehr allein ein alimentierender Staat sein können, der soziale Transfers organisiert. Der Staat wird mehr denn je Menschen aktiv in den Stand versetzen müssen, ihre Lebensgrundlagen selbst zu erwirtschaften. Mein Staat der Zukunft muss Chancen eröffnen. Er kann keine Ergebnis-Gleichheit herbeiführen...
... Die Gesamtheit der Bürger ist der Staat. Dieses Verständnis ist leider wenig verbreitet. Der Staat ist nicht irgendwo da oben. Der Staat sind wir alle. Das heißt: Auch die Anspruchshaltung der Bürger gegenüber dem Staat entscheidet darüber, wie viele Ressourcen dem Staat für Zukunftsinvestitionen zur Verfügung stehen."
Peer Steinbrück in einem Interview mit der RHEINISCHEN POST





