Dezember 28, 2010

„Ein Garten Eden inmitten der Hölle“ - Alice Herz-Sommer: „I have had such a beautiful life“

Was für ein bewegendes Leben. Was für eine beeindruckende Frau. Am 26. November feierte Alice Herz Sommer, die älteste Holocaust-Überlebende, ihren 107. Geburtstag. In ihrem Prager Elternhaus gingen bekannte Schriftsteller, Wissenschaftler, Musiker und Schauspieler (z. B. Sigmund Freud, Franz Kafka, Gustav Mahler) ein und aus. Grund genug, ein Buch und einen berührenden Film über Alice Herz-Sommer vorzustellen.



Reinhard Piechocki Melissa Müller
Alice Herz-Sommer - „Ein Garten Eden inmitten der Hölle“
Ein Jahrhundertleben

Verlagsgruppe Droemer Knaur

„Vor über hundert Jahren, 1903, wird Alice Herz-Sommer in Prag geboren. Es ist das Prag der Habsburger Monarchie, es ist das Prag von Franz Kafka, Max Brod und Felix Weltsch, die häufige Gäste im Hause Herz sind. Alice empfindet Kafka wie einen großen Bruder, sie geht als Kind mit ihm spazieren und lauscht seinen Geschichten.

Früh entdeckt Alice ihre Liebe zur Musik. Mit sechzehn wird sie jüngstes Mitglied der Meisterklasse an der Deutschen Musikakademie in Prag, und schon wenige Jahre später ist sie eine der bekanntesten Pianistinnen der Stadt.

Doch nach und nach wird die Welt von Alice brüchiger. Schon als Kind ist sie antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt, im Ersten Weltkrieg verliert ihr Vater fast sein gesamtes Vermögen, und als 1942 ihre Mutter deportiert wird, ist es für Alice, als sei auch ihr Leben an ein Ende gekommen.

Da fasst sie einen verzweifelten Entschluss: Sie wird die 24 Etüden von Frédéric Chopin einstudieren, die technisch schwierigsten Klavierstücke, die sie kennt und die selbst Artur Rubinstein nie in einem Fluss gespielt hat. Die Musik rettet ihre Seele.

Als zwölf Monate später auch sie, ihr Mann und ihr sechsjähriger Sohn nach Theresienstadt deportiert werden, ist einmal mehr die Musik ihre Rettung. Mit mehr als hundert Konzerten schenkt sie den Mithäftlingen Kraft und Hoffnung in einer Welt von Hunger, Leid und Tod. Ihrem kleinen Sohn, der als einer der Hauptdarsteller mehr als fünfzigmal in der Kinderoper »Brundibár« auftritt, schafft sie ein »Paradies inmitten der Hölle«.

Nach der Befreiung hat Alice unter dem Terror Stalins zu leiden. Sie emigriert nach Israel und unterrichtet am Jerusalemer Konservatorium. Im Alter von 83 Jahren zieht sie zu ihrem Sohn, mittlerweile ein weltbekannter Cellovirtuose, nach London. Dort lebt sie bis heute – und noch immer spielt sie jeden Tag Klavier.“

Copryright Droemer Knaur

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Zitate von Alice Herz-Sommer:


„Music saved my life and Music saves me still.”

„I am Jewish, but Beethoven is my religion.”
 

„I have had such a beautiful life. And life is beautiful, love is beautiful, nature and music are beautiful. Everything we experience is a gift, a present we should cherish and pass on to those we love”.
 

„Only when we are so old, only then we are aware of the beauty of life.”
 

„Music is God. In difficult times you feel it, especially when you are suffering.”
 

„I never hate. Hatred brings only hatred.”

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Weitere Informationen über Alice Herz-Sommer:


Alice Therapy: The Inspiring Alice Herz-Sommer – Dancing Under the Gallows


Alice Herz-Sommer bei www.nickreedent.com

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Dezember 17, 2010

Oktober 23, 2010

Miriam Stein? - Goethe!, Charlotte Buff und ... Miriam Stein!



Miriam Stein, am 10. Mai 1988 in Wien geboren, ist eine österreichisch-schweizerische Schauspielerin. Wikipedia schreibt über Miriam Stein: „Stein stand bereits im Alter von elf Jahren für ihre erste Titelrolle vor der Kamera. Für ihre schauspielerische Leistung in Das Mädchen aus der Fremde erhielt sie im Jahr 2001 den Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises. Von 2006 bis 2009 erwarb sie in einem Studium an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) den Master of Arts in Theater (Vertiefung Schauspiel).“ Warum ich hier über Miriam Stein blogge? Weil mich ihr Auftritt im Film Goethe! einigermaßen beeindruckte und ich wissen wollte, wer denn diese herzerfrischende charismatische Dame ist.
 
Schauspielertalent:
„Zum Schluss noch ein Name: Miriam Stein! Nie gehört?“ schreibt Reto Fischer, um leicht beeindruckt fortzufahren: „Ich bis gestern auch nicht. Als ich jedoch zu Bett gehen wollte, stolperte ich auf SF1 über die Filmszene Schweiz. Es gab „Alles wegen Hulk“. In der weiblichen Hauptrolle eben Miriam Stein. Zu behaupten, ich hätte mich spontan verliebt, wäre vielleicht etwas übertrieben, erst recht weil Mademoiselle Stein noch etwas gar jung ist. Aber hey, die Schweiz hat ein frisches, sehr hübsches Schauspieltalent und für einmal keine ehemalige Miss Schweiz.“

A Star Is Born!
Miriam Stein? Bis vor wenigen Stunden habe auch ich von der ausdrucksstarken jungen Dame noch nichts gehört. Als ich heute jedoch das Kino besuchte, da sah ich einigermaßen beeindruckt Alexander Fehling als Goethe (klasse!), Moritz Bleibtreu als Johann Christian Kestner (klasse!) und ... na und Miriam Stein als Charlotte Buff (extraklasse!).



Gustav Seibt in der SZ
Wie das Leben so spielt, lese ich heute - einen Tag nach Verfassen dieses Blog-Beitrags - eine Goethe!-Rezension von Gustav Seibt in der Süddeutschen Zeitung

„Ist ein Goethe-Film, in dem kein einziges der tragenden Handlungselemente mit der gut bekannten historischen Wirklichkeit übereinstimmt, noch ein Film über Goethe?“, fragt der Historiker, Literaturkritiker und Journalist. Lese ich seine (durchaus interessante) Rezension, so bin ich mir nicht sicher, ob wir im gleichen Film waren. Gut, Herr Seibt hat die Handlung des Films scheinbar nach Zahlen, Daten, Fakten durchgescannt und mit der in seinem Großhirn abgespeicherten Geschichtsdatenbank abgeglichen. Jede Fehlermeldung wurde dann zu einem Absatz mit historischer Belehrung. Puuuuuuhhhhhh. Mich hingegen haben mehr die Charaktäre, Stimmungen und Gefühle des Films berührt. Schreibt Gustav Seibt „A Star Is Born“, so meint er den jungen Goethe. Schreibe ich „A Star Is Born“, so meine ich Miriam Stein - wissend, dass diese Umschreibung ein wenig verfrüht ist ... und mehr meine Erwartungshaltung preisgibt. Von dieser talentierten Dame werden wir noch hören. Da bin ich mir ganz sicher!

Weitere Stimmen zu Goethe!
„Alexander Fehling und Miriam Stein sind überzeugende Hauptdarsteller.“ (derStandard.at) - „Beider Geliebte, besagte Lotte, von der noch unbekannten Miriam Stein kraftvoll mit vielen Ecken und Kanten gespielt, ...“ (Welt Online) - „Alexander Fehling und Miriam Stein spielen diese Tändelei erfrischend.“ (DiePresse.com) - „Miriam Stein zeigt eine freche und gleichzeitig tiefsinnige Charlotte und Moritz Bleibtreu gefällt als Kestner ausnehmend gut. So wird man gerne an ein Denkmal herangeführt.“ (Wiener Zeitung).

Juli 02, 2010

Profile of Dr. H. U. Gangar, author of a study on effects of homoeopathic drugs on plants in the International Journal of Pharma and Bio Sciences

I recently presented an interesting study published  by Dr. H. U. Gangar in the International Journal of Pharma and Bio Sciences (IJPBS): MANAGEMENT OF GENETIC ACTIVITY THROUGH HOMOEOPATHY. See the following H.Blog article: Study on effects of homoeopathic drugs on plants. But, who is Dr. H. U. Gangar? He authorized me to publish his profile as follows:


Profile Dr. H. U. Gangar

Name:
Dr. Harilal U. Gangar

Designation:
Consultant

Residence:
Mumbai- 400 084, INDIA

Telephone:
+91 22 41611712, 25110518

E-mail:
hugangar@hotmail.com

Date of Birth:
10-11-1944

Educational Qualification: 
(Degree, Institution, Field, Year)

  • B.E., University of Mumbai, Electrical Engineering (1967)
  • Grad IETE, IETE, Electronics Engineering (1976)
  • Ph.D., University of Mumbai, Mechanical Engineering (2002)
  • CSGM, Grand Medical Mission, Homoeopathy (2002)
  • RMP, ICAM, Bio Chem. (2002)
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Research Specialization: 
Scaling up the emerging technologies from laboratory level to pilot plant level and finally from pilot plant level to industrial level. Designed and installed plants for production of biogas, mushroom, paper, composting etc. from agro-wastes in leading industries. Initiated research study on effects of homoeopathic drugs on plant bodies.

Present engagements
  • Providing (technical) consultancy services to Teleport (earth station to satellites) 
  • Carrying out further research in Homoeopathy and Agriculture
  • Providing homoeopathic treatment (on charity) to patients

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Publications

Homoeopathy in Agriculture

Gangar H. U., ‘Management of Genetic Activity through Homoeopathy’, International Journal of Pharma and Bio Sciences V1(2)2010

Gangar H. U., ‘Management and Control of Genetic Processes in Cotton Plants through Homoeopathy’, Indian Journal of Research on Homoeopathy, 2007, 1, 1-5 (CCRH Publications)

Gangar H. U., ‘Effect of Homoeopathic Drugs on Cotton Plants’, Natural Product Radiance, Vol. 6(2), 2007, pp. 138-141 (CSIR Publications)

Gangar H. U. and Sudha Tiwari, ‘Homoeopathy: A Superior Substitute of Genetic Engineering for Cotton Cultivation’, (in Hindi) Bhartiya Vaigyanik evam Audyogik Anusandhan Patrika, June 2004, 1, 80-83 (ICAR Publications)

Gangar H U., ‘Management and Control of Genetic Processes in Cotton Plants through Homoeopathy’ Indian Farming, Vol. 56, No. 11, Feb., 2007 (ICAR Publications)

Gangar H. U., ‘Revolution in cultivation is possible by using Homoeopathic medicines’ (in Hindi), Kheti Dunia, 15/11/2003.

Gangar H. U. and Sudha Tiwari  ‘Homoeopathy: A Superior Substitute of Genetic Engineering for Cotton Cultivation’ Paper presented in 3rd Indian Science Congress (Hindi), New Delhi, 19-21 Feb., 2004.                 

Gangar H. U. ‘Signals of Revolutions in Agriculture by Homoeopathy’ (in Hindi) Krishi Mangal, April 2004

Gangar H. U., ‘Signs of Revolution in Agriculture through Homoeopathy’ (in Hindi) Unnat Krishi, May-June, 2004

Gangar H. U., ‘Theory and Practice of Homoeopathy in Agriculture’ Indian Farming (Under publication) (ICAR Publications)

Biogas from cellulosic waste

Gangar, H.U., Mantha, S.S., Shaikh, A.J. and Balasubramanya, R.H., (1999), ‘Commercial Plants for Biogas Production from Textile Mill Waste’, The Textile Industry and Trade  Journal, 37(1), 64-67.

Gangar,  H.U. and Balasubramanya, R.H., (1983),’Improved design  for the production of  gobar-gas  from  cow-dung’,   Invention Intelligence, 18 : 503-504.

Khandeparkar,  V.G., Balasubramanya, R.H. Gangar,  H.U.  and Sundaram, V.,  (1985), ‘Pilot plant to study the production of  biogas and biomanure from willow-dust, a Textile-mill waste’, Indian Soc. Cotton Imp. J., 10 : 140-142.

Sundaram,  V., Khandeparkar, V.G., Balasubramanya, R.H.  and Gangar, H.U., (1986), Biogas from willow-dust, a textile  processing residue, Indian Cotton Mill Fed. J., 22 : 28-32.

Balasubramanya, R.H., Gangar, H.U., Khandeparkar, V.G.,  and Sundaram, V., ‘Production  of  Biogas  and  Biomanure  from  Willow-dust, a  Textile Mill Processing  Residue’, Encyclopedia  of Environmental Control Technology, Vol.  4, Ed.  P.N. cheremisinoff, p. 389-409, 1990, Gulf Publishing Co., Houston Texas.

Balasubramanya,  R.H., Gangar, H.U. and Khandeparkar,  V.G., ‘Production  of Gaseous Fuel from Willow-dust by Solid  State Fermentation’, Paper presented at Specialist Group Meeting  & Symposium  on  Solid State Fermentation  held  at Regional Research Laboratory, CSIR, Trivandrum, between 23-24  March, 1994.

Balasubramanya,  R.H., Gangar, H.U. and Khandeparkar,  V.G., ‘Biogas from Cellulosic Wastes by Solid State  Fermentation’, paper  presented at the 35th Annual conference of  the Association  of Microbiologists of India, held between  9-12 Nov. 1994 at Defence Food Research Laboratory, Mysore,

R.H. Balasubramanya, H.U.Ganger & V.G. Khandeparkar  “Production of biogas from press-mud and bagasse by solid state fermentation” Microbes for Better Living, by K.S.Manga & Rugmini, Sankaram, Sept.1995.

Balasubramanya,  R.H., Gangar, H.U. and Khandeparkar,  V.G., ’Biogas from Cellulose Waste’, paper presented at National Seminar on Century of Cotton, held at Surat on 21/12/1996.

Balasubramanya, R.H. and Gangar, H.U., ’Semi-continuous Biogas Plant for the Production of Methane from Willow-dust’, paper presented at the 13th National Convention of Textile Engineers on October, 3-4, 1998 at Solapur

Paper from cellulosic waste

Gangar, H.U., Mantha, S.S., Shaikh, A.J. and Balasubramanya, R.H., (2000), ‘Commercial Plants for Producing Paper Grade Pulp by a Novel Anaerobic Process’, IPPTA, 12 (3), 43-48.

Mushroom

Balasubramanya,  R.H., Gangar, H.U. and Meera Pimplaskar, ‘An Inexpensive Pretreatment of Cellulosic Materials for Seeding Oyster Mushrooms – A case Study’, Proc.15th International Congress on Science and Cultivation of Edible Fungi held at Maastricht, The Netherlands from May 15-29,2000.

Compost

Balasubramanya, R.H. and Gangar, H.U., ‘Production of Compost from Willow-dust’,  Proc. National Workshop on Energy and Environment  Management for Sustainable Development of Agriculture and Agro – Industrial Sector, held at Bhopal during July 8-9, 2001 and organised by the Institution of  Engineers (India), Madhya Pradesh State Centre, Bhopal and CIAE, Bhopal.


Balasubramanya, R.H. and Gangar, H.U., ’Solid Waste Management of Textile Mill Waste’, paper presented at the 8th International Waste Management and Landfill Symposium held at Cagliari, Italy from October 1-5, 2001


Knitting

Gangar H. U. and Muntazir Ahmad, ‘The Art of Hand Knitting’, Fashion and Beyond, 2003

Muntazir Ahmad and Gangar H. U., ‘Art of Knitting: Path to Modern Industry’, The Indian Textile Journal, January, 2002.

Gangar H. U. and Muntazir Ahmad, ‘Hand Knitting’, National Seminar on ‘Future Prospects of Knitting and Kniwear’ at CIRCOT, Mumbai, December, 2002.

Gangar H. U. and Muntazir Ahmad, ‘Knitting Action by Hand Knitting Pins’ National Seminar on ‘Future Prospects of Knitting and Kniwear’ at CIRCOT, Mumbai, December, 2002.

Muntazir Ahmad and Gangar H. U., Knitting Techniques, National Seminar on ‘Future Prospects of Knitting and Kniwear’ at CIRCOT, December, Mumbai December, 2002.

Book

Muntazir Ahmad and Gangar H. U., ‘Elements of Knitting’, under publication by Nodal Centre for Upgradation of Textile Education, IIT, New Delhi.
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Juni 10, 2010

Pro & Contra Jürgen Windeler. Die hellen und dunklen Seiten des neuen IQWiG-Chefs.

Der Vorstand des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat sich entschieden und Prof. Dr. med. Jürgen Windeler einstimmig zum neuen Instituts-Leiter bestimmt. Das IQWiG ist so eine Art „Stiftung Warentest“ für Arzneimittel und therapeutische Verfahren. Bekommt es einen neuen Chef, so will die Öffentlichkeit natürlich wissen, wie es mit der Fachkompetenz und Neutralität dieser Person aussieht. POSITIV: Jürgen Windeler verfügt über hohe Fachkompetenz, wenn es um die Evaluierung therapeutischer und diagnostischer Verfahren geht - und er ist kein Pharmalobbyist. NEGATIV: Jürgen Windeler ist Mitglied des streng dogmatischen Skeptiker-Vereins GWUP e.V., der entgegen seiner Selbstdarstellung keine wissenschaftliche Standesorganisation ist und stattdessen als politische Gruppierung wirkt, die ihre Feindbilder bekämpft - teils aggressiv, unlauter und mit pseudowissenschaftlichem Charakter.

Lesen Sie mein Kurzporträt von Prof. Dr. med. Jürgen Windeler im H.Blog ...
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März 04, 2010

Seltsames „Gutachten“: britisches Unterhaus will Homöopathie verbieten

Zitat aus Heilpraxisnet.de:

„So geht Lobby“: Ein Ausschuss des britischen Unterhauses kam soeben zu dem Ergebnis, dass homöopathische Arzneien nichts weiter als ein Placebo seien. Die „Gutachter“ fordern den Gesetzgeber auf, Mittel aus dem Leistungskatalog des staatlichen Gesundheitsdienstes (National Health Service, NHS) zu streichen und weitere Forschung zu unterlassen. Hinterfragt man allerdings die Bewertungskriterien und das Zustandekommen des „Gutachtens“, so ergeben sich große Zweifel an der Aussagekraft. Das Dokument gibt den Stand der internationalen Forschung nicht korrekt wieder und repräsentiert in den wesentlichen Punkten nach unserer Meinung die persönliche Position einer einzigen Person: Prof. Edzard Ernst. Die Redaktion Heilpraxisnet.de befragte den Journalisten Claus Fritzsche nach seiner Einschätzung.



Herr Fritzsche, der Ausschuss für Wissenschaft und Technologie des britischen Unterhauses kommt in einem Gutachten zu dem Schluss, dass homöopathische Arzneimittel nicht wirksam seien und daher weder bezahlt noch zugelassen werden sollten. Wie schätzen Sie die Qualität dieses Gutachtens ein?

Claus Fritzsche: Vor dem Hintergrund vieler offener Fragen traue ich mir im Moment noch kein abschließendes Urteil zu. Nach einem ersten diagonalen Überfliegen des 275 Seiten langen Dokuments ist für mich jedoch klar, dass der Evidence Check 2: Homeopathy den Forschungsstand zur Homöopathie falsch wiedergibt und die Hintergründe seines Zustandekommens nicht transparent sind.

Der Ausschuss für Wissenschaft und Technologie des britischen Unterhauses hat hier meines Erachtens großes Theater gespielt … lässt jedoch die Frage offen, warum aus den Argumenten der öffentlichen Anhörung beispielsweise jene von Prof. Harald Walach and Prof. George Lewith kommentarlos ignoriert wurden, während jene von Prof. Edzard Ernst das gesamte Dokument dominieren.

Viele Indizien sprechen dafür, dass die Ergebnisse des „Gutachtens“ schon vor der öffentlichen Anhörung festlagen und Edzard Ernst im Hintergrund - für die Öffentlichkeit nicht transparent - Regie geführt hat. Die Anhörung war jedenfalls eine reine Alibi-Veranstaltung.

Können Sie das etwas präzisieren?

Claus Fritzsche: Soweit ich dies im Moment beurteilen kann, basiert die gesamte Argumentation des „Gutachtens“ - ich lege hier Wert auf die Anführungszeichen - überwiegend auf einer einzigen Meta-Analyse ...

Hier geht es zum vollständigen Interview bei Heilpraxisnet.de ...
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Link zum Thema:
Homöopathie und UK-Pharmalobbyismus. DZVhÄ-Chef Curt Kösters: „Hut ab vor der Kampagnenfähigkeit dieser Leute!“ 
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Februar 14, 2010

Hilfe, ein „Plazeboalarm“ von Marcus Anhäuser! Über fremde Splitter und den riesigen Balken im eigenen Auge.

Ein herzliches Dankeschön an Marcus Anhäuser, Autor des Blogs Plazeboalarm  innerhalb des zu Hubert Burda Media gehörenden Portals ScienceBlogs. In einem Beitrag vom 08.02.2010 hat mich der Wissenschaftsjournalist (www.redaktion-wissen.de) mit voller Berechtigung für meine Überschrift  „Homöopathie: 58% der Abgeordneten des Deutschen Bundestags haben positive Erfahrungen mit einer homöopathischen Behandlung“ kritisiert.

Obwohl ich mich über das gute Funktionieren „gegenseitiger Kontrolle“ unter Bloggern freue, empfinde ich den Beitrag von Marcus Anhäuser ingesamt jedoch als ÜBERDEHNT. Er entwertet seine im Kern berechtigte Kritik durch starke Übertreibung und Inszenierung eines Sturms im Wasserglas. Und er motiviert mich, demnächst einmal seinen seltsamen SPIEGEL-Artikel „Wenn Patienten ihre Galle selber spülen“ zu rezensieren.



Seine Esowatch.com betreffenden Darstellungen im unteren Teil des Artikels stufe ich als schwerwiegenden Verstoß gegen Ziffer 1, 6 und 7 des Pressekodex des Deutschen Presserats ein.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag im H.Blog ...