(READERS EDITION) - Unter der Überschrift “Berliner Charité besetzt Deutschlands erste Professur zur Erforschung der Komplementärmedizin (Alternativmedizin)” informierte Europas größte Uniklinik die Öffentlichkeit kürzlich über die Einrichtung einer von der Karl und Veronica-Carstens-Stiftung finanzierten Stiftungsprofessur. Die Meldung fand ein großes und ausschließlich positives Medienecho: dpa, Welt, Ärzte Zeitung, Deutsches Ärzteblatt und sogar Bild und Brigitte publizierten Meldungen bzw. ein Interview mit Prof. Dr. Claudia Witt. Für die Urheberin dieser Meldungen ist das große Interesse kein Wunder, nehmen laut Witt doch über 60 Prozent der Bevölkerung Angebote der Komplementärmedizin in Anspruch.
Kritik vom Skeptiker-Verein GWUP e. V.
Eine kritische Stimme gab es auch: Der zur Skeptikerbewegung gehörende Verein GWUP e. V. veröffentlichte eine Pressemeldung mit der Schlagzeile: “GWUP kritisiert neue Professur für Komplementärmedizin an der Charité”. Auf der Internetseite von openPR behauptet der Verein, erste Aussagen von Beteiligten und Wortführern der Charité, wie Stefan Willich, würden angeblich wenig Gutes für das Festhalten an wissenschaftliche Standards verheißen. “Wissenschaftliche Methoden sollen offenbar solange den Bedürfnissen der Alternativmedizin angepasst werden, bis sie die Resultate erzielen, die sich die Vertreter der ‘Komplementärmedizin’ wünschen.” Konkrete Belege für diese ehrabschneidende Behauptung liefern die Skeptiker in ihrer Pressemeldung nicht, für eine angeblich wissenschaftliche Vereinigung ein ungewöhnlicher Vorgang.
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Juni 04, 2008
GWUP kritisiert neue Professur für Komplementärmedizin an der Charité
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